1000 Euro für den Verein „Hilfe für Frauen und Kinder in Not“

Wie wichtig solche großzügigen Zuwendungen für den Verein sind, erläuterte die Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Frauen und Kinder in Not Nürnberger Land e. V. 1993“, Anja Hacker ihren Gästen von der Kurlbaum-Stiftung. Mit ihrer Stellvertreterin Magdalena Weiß-Bywaletz, und der Beisitzerin Petra Stein, hatte sie sich wieder mit den Stiftungsvorständen Achim Stötzner und Heidi Sponsel zu einem Meinungsaustausch in den Räumlichkeiten des Vereins getroffen.

Spenden, so Anja Hacker, werden für den Verein immer wichtiger, da die Unterstützungen durch die öffentliche Hand immer weiter abnehmen. Vor allem die Kommunen und der Bezirk fahren ihre Zuschüsse mit dem Verweis auf die vorrangigen Pflichtaufgaben immer weiter zurück oder stellen sie ganz ein. Für ehrenamtliche Einrichtungen wie dem „Frauennotruf“ eine fatale Entwicklung.

Der Bedarf hingegen steigt weiterhin an. Im Vorjahr, wie im laufenden Jahr hatte man wieder weit über einhundert Beratungs- und Unterstützungsfälle betroffener Frauen zu bewältigen. Hierfür stehen aktuell 19 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen zu Verfügung. Oftmals ist dies mit einem großen Aufwand verbunden diese Frauen mit ihren Kindern in einem Frauenhaus eine sichere Bleibe zu vermitteln. Nicht selten muss auch überregional eine Lösung gefunden werden, da die nächstgelegene Einrichtung belegt ist. Auch die Aufenthaltsdauer in den Frauenhäusern nimmt immer mehr zu, da es immer schwerer wird, für die betroffenen Frauen auf dem angespannten Wohnungsmarkt eine dauerhafte Unterbringung zu finden. Diese prekäre Situation führt oftmals auch dazu, dass die Frauen aus wirtschaftlichen Gründen in das bedrohliche häusliche Umfeld zurückkehren. Aus Erfahrung weiß man, so Anja Hacker, dass es oft mehrere Anläufe bedarf, bis sich die Betroffenen endgültig aus dem Umfeld ihres gewalttätigen Partners lösen können.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit nimmt beim Verein einen breiten Raum ein. Durch Vorträge in den verschiedensten Einrichtungen wird vorbeugende Aufklärung betrieben. Dies ist derzeit umso wichtiger, da aktuell vom rechten Rand aus wieder verstärkt Stimmung für das klassische dominante Männerbild gemacht wird.

Die Gäste von der Kurlbaum-Stiftung waren jedenfalls äußerst beindruckt von den Ausführungen ihrer Gesprächspartnerinnen. Achim Stötzner und Heidi Sponsel waren nach dem Gespräch mehr denn je davon überzeugt, dass der Zuschuss der Kurlbaum-Stiftung in Höhe von 1000.- € ein sehr gut angelegtes Geld ist.

Das Foto zeigt v.l.n.r. Petra Stein, Magdalena Weiß-Bywaletz, Heidi Sponsel bei der Spendenübergabe an Anja Hacker, sowie Achim Stötzner.